Wenn du wüsstest, dass Inspektoren zu dir kommen, um dein Gebäude für die gewerbliche Nutzung zu prüfen, würdest du wahrscheinlich im Voraus alles vorbereiten. Du würdest herausfinden, was überprüft werden soll und natürlich vor Ort sein, um sie durch die Räumlichkeiten zu führen. Genau das macht eine Sitemap, jedoch für Suchmaschinen-Crawler. Sie gibt ihnen einen Überblick über die Website, zeigt die Hierarchie und Wichtigkeit der einzelnen Seiten und liefert einen groben Zeitplan, wann sie zurückkehren sollten, um nach aktualisierten Keywords zu suchen.
Eine Sitemap für SEO zu erstellen, ist relativ einfach. Obwohl es bei größeren Websites zeitaufwendig sein kann, gibt es eine Reihe von Tools, die den Prozess optimieren oder sogar automatisieren können. Es ist außerdem eine gute Praxis, da die Website eine zentrale Rolle für das gesamte Nutzererlebnis eines Unternehmens spielt. Die Vorbereitung einer Immobilie auf eine bevorstehende Inspektion bietet eine gute Gelegenheit, alles in Ordnung zu bringen und sicherzustellen, dass die wesentliche Infrastruktur funktioniert. Ebenso kann die Erstellung einer Sitemap dabei helfen, einen umfassenden Überblick über die Struktur einer Website zu gewinnen. Auf diese Weise lässt sich die Kohärenz der einzelnen Seiten besser erkennen und gezielt verbessern.
Was ist eine Sitemap?
Eine Sitemap ist eine Datei, die eine strukturierte Liste aller Seiten einer Website bereitstellt und Suchmaschinen wie Google hilft, die Organisation und die Inhalts-Hierarchie der Seite zu verstehen. Dies verbessert die Auffindbarkeit der Seite in den Suchergebnissen. Die Datei enthält eine Liste aller URLs, die du crawlen und indexieren lassen möchtest, sowie deren relative Wichtigkeit zueinander, das letzte Änderungsdatum und die Häufigkeit der Aktualisierung. Bei E-Commerce-Websites leiten Sitemaps Suchmaschinen-Bots durch Produkt- und Dienstleistungslisten, Kategorien sowie alle übrigen relevanten Seiten.
Es gibt zwei Arten von Sitemaps: eine, die in XML (Extensible Markup Language) geschrieben ist, und eine, die in HTML (Hypertext Markup Language) verfasst ist. XML-Sitemaps werden erstellt, damit Suchmaschinen deine Seite crawlen und indexieren können. Es gibt spezielle Sitemap-Formate für Websites, die sich hauptsächlich auf Bilder und Videos konzentrieren. „News-Sitemaps“ helfen zudem dabei, aktuelle Nachrichtenartikel in Diensten wie Google News und Google Discovery hervorzuheben.
HTML-Sitemaps unterstützen die Crawlability, indem sie Suchmaschinen-Bots helfen, von einer Seite zur anderen zu navigieren. Zudem helfen sie Bots, weitere Seiten zu entdecken.
Warum du eine Sitemap erstellen solltest
Der Vorteil einer Sitemap ist, dass sie Suchmaschinen-Bots hilft, regelmäßig mehr Seiten zu crawlen, was die Rankings deiner Website verbessern kann, da die Rankings mit der On-Page-Optimierung verknüpft sind. Google nutzt Sitemaps, um seinen Bots zu helfen, die Seiten besser zu crawlen und zu indexieren. Arthur Camberlein, technischer SEO- und Datenspezialist bei Shopify, sagt: „Denke daran, alle URLs deiner Website aufzulisten, die du indexieren möchtest. Schließe Seiten wie ‚/warenkorb‘ oder ‚/kontakt‘ nicht ein. Nimm dir die Zeit, eine XML-Sitemap zu erstellen, denn sie hilft den Bots dabei, deine Seiten effizient zu crawlen.“
HTML-Sitemaps können dir wie folgt helfen:
- Neue Seiten schnell zu indexieren: Wenn auf deiner Seite häufig Produkte hinzugefügt oder aktualisiert werden, hilft eine Sitemap den Suchmaschinen, diese Änderungen schnell zu erkennen, was zu einer schnelleren Sichtbarkeit dieser Produkte führt.
- Das Nutzererlebnis (UX) zu verbessern: UX-Designer:innen erstellen ebenfalls Sitemaps, um ein intuitives und benutzerfreundliches Layout der Website zu gestalten.
- Probleme mit doppelten Inhalten zu vermeiden: Vermeide es, nicht-kanonische URLs in deine Sitemaps aufzunehmen. Andernfalls könnten Bots diese URLs crawlen, was deiner Website schaden kann. Deine XML- und HTML-Sitemaps sollten nur selbst-kanonisierte URLs enthalten, die indexiert sind (statt „nicht indexiert“) und einen „200 HTTP“-Statuscode zurückgeben.
- International attraktiv aufzutreten: Wenn dein E-Commerce-Geschäft in mehreren Regionen und Sprachen tätig ist, kannst du separate Sitemaps für jedes Gebiet erstellen, damit Suchmaschinen die entsprechenden Versionen an jedem Standort verwenden.
Wie du eine XML-Sitemap erstellst
- Alle deine URLs sammeln
- URLs in XML codieren
- Deine Sitemap zu deiner Website hinzufügen
- Deine Sitemap bei Suchmaschinen einreichen
Bevor du eine Sitemap erstellst, entscheide, ob du den Prozess automatisieren möchtest. Ein oder mehrere Elemente deines Tech-Stacks haben möglicherweise bereits eine Sitemap für dich erstellt. Hier einige Beispiele:
- Shopify erstellt automatisch eine dynamische Sitemap für alle Websites, die auf seiner Plattform aufgebaut sind – einschließlich internationaler Varianten.
- Das beliebte Web-Publishing-Tool WordPress ermöglicht es Nutzer:innen, Plugins zu nutzen, die Sitemaps automatisch generieren.
- Screaming Frog, Ahrefs und Link Sleuth bieten Tools, die dir helfen können, eine automatisierte Sitemap für deine Website zu erstellen.
Wenn du eines dieser Tools verwendet hast, kannst du direkt zu Schritt vier übergehen. Dort erfährst du, wie du deine Sitemap bei den Suchmaschinen deiner Wahl einreichst. Möchtest du deine Sitemap hingegen manuell erstellen, durchläufst du die folgenden vier Schritte:
1. Alle deine URLs sammeln
Der erste Schritt besteht darin, alle URLs deiner Website an einem Ort zu sammeln. Hast du eine sehr kleine Website, kannst du einfach jede Seite aufrufen und die URLs in ein Textdokument kopieren. Bei größeren Websites solltest du hingegen Site-Crawler wie Screaming Frog oder Sitebulb nutzen, um die URL-Liste aus deinem Content-Management-System (CMS) zu exportieren oder sie aus den Landingpage-Daten deiner Analyseplattform zu ziehen.
2. URLs in XML codieren
Füge als Nächstes die Daten hinzu, die diese Liste von URLs für Crawler anreichern. Verwende einen Texteditor wie Notepad (Windows) oder TextEdit (Mac) oder einen Code-Editor wie Sublime Text, um mit der Erstellung des XML-Codes für die Sitemap zu beginnen. Du listest wie folgt:
- Standort: Dies ist einfach die URL.
- Letztes Änderungsdatum: Dies wird im Format JJJJ-MM-TT angegeben.
- Änderungshäufigkeit: Du kannst die Aktualisierungsfrequenz als kontinuierlich für ständig zu aktualisierende Seiten, stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich oder nie (wenn die Seite wahrscheinlich statisch bleibt) angeben.
- Priorität: Diese reicht von 0.0 (am wenigsten wichtig) bis 1.0 (am wichtigsten). Normalerweise wird deine Startseite mit 1.0 bewertet. Andere wichtige Seiten mit 0.8 und weniger wichtige Blogbeiträge mit ungefähr 0.6.
Führe dies für jede Seite durch und speichere die Datei als sitemap.xml.
3. Deine Sitemap zu deiner Website hinzufügen
Der nächste Schritt besteht darin, deine Sitemap an deine Website anzuhängen. Suche den Stammordner deiner Website und lade die Sitemap-Datei dort hoch. Sobald die Sitemap online ist und über den Browser erreichbar ist, notiere dir die URL für den nächsten Schritt.
4. Deine Sitemap bei Suchmaschinen einreichen
Im vierten Schritt musst du den Suchmaschinen mitteilen, dass du die Arbeit erledigt hast. Auch wenn du die Erstellung der Sitemap mit einem Tool automatisiert hast, ist dieser Schritt trotzdem notwendig. Gehe zur Google Search Console oder zu den Bing Webmaster Tools, öffne den Tab „Sitemaps“ und füge die URL deiner Sitemap ein. Damit hast du den Suchmaschinen alle notwendigen Informationen bereitgestellt. Falls es Probleme mit den Angaben gibt, werden dir diese entsprechend angezeigt.
Best Practices für Sitemaps
Berücksichtige diese Tipps beim Erstellen und Pflegen deiner Sitemap:
- Verwende Tools: Dein CMS, dein Website-Builder oder dein Analyse-Tool bieten möglicherweise Funktionen, die den Prozess der Sitemap-Erstellung vereinfachen oder automatisieren. Wenn du dich nicht intensiv mit XML und der gesamten Seitenhierarchie beschäftigen möchtest, solltest du diese Tools nutzen.
- Verwende Sitemap-Indizes für große Websites: Wenn du mehr als 50.000 URLs indexieren musst, erstelle mehrere Sitemaps und fasse sie in einem Sitemap-Index zusammen.
- Priorisiere wichtige Seiten: Wenn du die Priorität jeder Seite kategorisierst, betone die wichtigsten Landingpages und Kategorieseiten, damit Suchmaschinen wissen, dass sie wichtiger sind als beispielsweise ein sehr alter Blogbeitrag.
- Überlege, welche Seiten du blockieren möchtest: Suchmaschinen können Seiten, die passwortgeschützt sind, nicht indexieren. Füge diese nicht zu deiner Sitemap hinzu.
- Erwäge, eine HTML-Sitemap für Nutzer:innen zu veröffentlichen: Viele große Websites haben HTML-Sitemaps, die die Hierarchie der Website und ihrer Seiten darstellen. Dies hilft nicht wirklich bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO), kann aber ein nützliches Werkzeug für Besucher:innen sein, die dein gesamtes Angebot in einem anderen Format erkunden möchten.
- Validiere deinen Code: Der Code muss fehlerfrei sein, damit er korrekt funktioniert. Bevor du eine manuell erstellte Sitemap hochlädst, solltest du ein Validierungstool wie den W3C-Markup-Validation-Service oder das XML-Validation-Tool von TutorialsPoint verwenden.
- Aktualisiere deine Sitemap regelmäßig: Setze dir eine Erinnerung, um in regelmäßigen Abständen eine neue Sitemap hochzuladen. Wenn du häufig viele neue Seiten hinzufügst, solltest du dies alle paar Wochen tun. Wenn du ein umfassendes Redesign durchgeführt hast, solltest du deine Sitemap zeitnah aktualisieren, damit die neuen Seiten in den Suchergebnissen erscheinen. Auch wenn deine Website relativ statisch ist, solltest du sie mindestens einmal im Jahr überprüfen.
Wie du eine Sitemap erstellst – Häufig gestellte Fragen
Sollte ich eine Sitemap für meine E-Commerce-Seite erstellen?
Ja, das Erstellen einer Sitemap für deine E-Commerce-Seite hilft Suchmaschinen, deine Produktseiten zu crawlen und zu indexieren, wodurch sich die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen verbessert.
Wie erstelle ich eine kostenlose Sitemap?
Du kannst eine kostenlose Sitemap mit Online-Tools oder Plug-ins für Content-Management-Systeme (CMS) erstellen.
Hat Google einen Sitemap-Generator?
Nein, Google bietet kein eigenständiges Tool zum Generieren von Sitemaps an.
Wie erstelle ich eine Sitemap mit HTML?
Um eine HTML-Sitemap zu erstellen, legst du manuell eine Webseite an, die die wichtigsten Seiten deiner Website sowie die dazugehörigen Kategorien auflistet und verlinkt. Das hilft Nutzer:innen bei der Navigation und ergänzt die XML-Sitemap, die du für SEO benötigst.
Was sollte in einer Sitemap enthalten sein?
Eine Sitemap sollte die URLs aller wichtigen Seiten deiner Website enthalten. Dazu gehören die Startseite, Produkt- und Kategorieseiten, Blogbeiträge sowie weitere relevante Inhalte, die strukturiert organisiert sind. XML-Sitemaps enthalten in der Regel Angaben zur Aktualisierungshäufigkeit und zur relativen Wichtigkeit der einzelnen Seiten.




