Wenn du Waren online verkaufst, ist deine Website wahrscheinlich das öffentliche Gesicht deines Unternehmens. Für viele Kund:innen wird sie den ersten Eindruck deiner Marke prägen, was die Website-Performance unglaublich wichtig macht. Faktoren wie Seitengeschwindigkeit, Bildkomprimierung und Ladezeiten beeinflussen die User Experience und wirken sich darauf aus, wie Besucher:innen entscheiden, ob sie dir ihr Vertrauen schenken.
Egal, ob du dein Online-Geschäft über eine komplexe WordPress-Seite betreibst oder einen All-in-One-E-Commerce-Service wie Shopify nutzt – hier sind einige umsetzbare Wege, um deine Website-Performance zu verbessern.
Vorteile einer guten Website-Performance
- User Experience (UX)
- SEO-Ranking
- Verbesserte Conversion-Raten
- Optimierte mobile Erfahrung
- Kosteneffizienz
Von der Ladegeschwindigkeit bis zur On-Site-Funktionalität hinterlässt die Performance einer Website einen erheblichen Eindruck bei den Nutzer:innen. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum du dich um die Performance deiner E-Commerce-Websites kümmern solltest.
User Experience (UX)
Seitengeschwindigkeit ist wichtig für Nutzer:innen. Eine schnelle Website schafft eine bessere User Experience (UX), reduziert Absprungraten und hält Besucher:innen bei der Stange. Studien zeigen, dass Nutzer:innen eine Website eher verlassen, wenn das Laden der Seiten zu lange dauert – die Geduldsgrenze liegt bei etwa drei Sekunden sowohl auf Desktop- als auch auf mobilen Geräten.
SEO-Ranking
Die Performance einer Website spielt eine Rolle bei Suchmaschinenoptimierung (SEO)-Rankings. Das liegt daran, dass Suchmaschinen wie Google die Website-Geschwindigkeit als Ranking-Faktor berücksichtigen. Das bedeutet, dass schnellere Websites tendenziell höher in den Suchergebnisseiten (SERPs) erscheinen, während langsame Websites abgewertet werden. Die Verbesserung deiner Ladezeiten könnte zu besserer Suchsichtbarkeit und damit zu mehr organischem Traffic führen.
Verbesserte Conversion-Raten
Bessere Web-Performance kann zu höheren Conversion-Raten führen. Ob sie einen Kauf tätigen, sich für einen Newsletter anmelden oder Artikel zu einer Wunschliste hinzufügen – Nutzer:innen führen diese Aktionen eher auf einer Website aus, die schnell lädt. Tatsächlich hat Shopify kürzlich eine Studie durchgeführt, die ergab, dass bereits eine halbe Sekunde Verbesserung der Seitengeschwindigkeit die Conversion-Raten steigern kann. Shopifys Forschung zeigt auch, dass Shopify Stores 1,8-mal schneller laden als Stores auf anderen Plattformen – und 93 % der Unternehmen auf Shopify haben einen schnellen Store, mehr als jede andere große Commerce-Plattform.
Optimierte mobile Erfahrung
Mit einer wachsenden Anzahl von Nutzer:innen, die über mobile Geräte auf Websites zugreifen, ist Website-Performance, insbesondere für mobile Geräte optimiert, daher ein zunehmend wichtiger Weg für Online-Unternehmen, mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Zusätzlich bewertet Google die Performance mobiler Websites in seinen Suchrankings, sodass eine schnell ladende mobile Website sowohl für die Auffindbarkeit als auch für die Bindung mobiler Nutzer:innen unerlässlich ist.
Kosteneffizienz
Verbesserte Performance führt oft zu reduzierten Hosting-Kosten, besonders wenn Hosting-Anbieter:innen nach einer gestaffelten Skala basierend auf der Bandbreitennutzung abrechnen. Die Optimierung von Bildern, die Nutzung von Browser-Caching-Techniken und die Minimierung unnötigen Codes oder Plugins können HTTP-Anfragen und Webserver-Last reduzieren und möglicherweise die Hosting-Ausgaben senken.
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Tools zur Messung der Website-Performance
Website-Betreiber:innen haben zahlreiche Tools zur Verfügung, um die Core Web Vitals, Geschwindigkeit und Gesamtperformance ihrer Website zu messen. Diese Tools umfassen:
- Shopify Web Performance Dashboard: Das Dashboard für Liquid-Storefronts ermöglicht es Nutzer:innen, die reale User Experience durch umfassende Einblicke in Store-Geschwindigkeit, Stabilität und Interaktivität zu überprüfen und zu optimieren. Diese erweiterte Sicht auf tatsächliche Interaktionen bietet ein besseres Verständnis der realen Performance in Verbindung mit der Seitengeschwindigkeit.
- Lighthouse (Chrome DevTools): In Chrome DevTools integriert, prüft Lighthouse Websites auf Performance, Barrierefreiheit, SEO und mehr. Es liefert einen detaillierten Bericht mit Vorschlägen zur Verbesserung der Website-Performance, Barrierefreiheit und User Experience.
- Google PageSpeed Insights: PageSpeed Insights ist ein kostenloses Tool von Google, das die Seitengeschwindigkeit deiner Website bewertet und Vorschläge zur Beschleunigung liefert. Basierend auf dem Chrome User Experience Report (CrUX) Dataset berichtet PSI Metriken wie First Contentful Paint (FCP), First Input Delay (FID), Largest Contentful Paint (LCP) und Cumulative Layout Shift (CLS).
- GTmetrix: GTmetrix analysiert die Geschwindigkeit deiner Website und liefert einen detaillierten Bericht, einschließlich Seitenladezeit, Gesamtseitengröße und Anzahl der Anfragen. Es bietet auch umsetzbare Empfehlungen zur Performance-Optimierung, wie die Optimierung von Bildern, die Nutzung von Browser-Caching und die Minimierung von CSS- und JavaScript-Dateien.
- Pingdom: Pingdom bietet einen umfassenden Website-Geschwindigkeitstest, der identifiziert, welche Websiteelemente die Performance negativ beeinflussen könnten. Es liefert umsetzbare Empfehlungen zur Verbesserung der Seitenladegeschwindigkeit und Website-Reaktionsfähigkeit.
- WebPageTest: WebPageTest ist ein kostenloses Tool, das es dir ermöglicht, einen Website-Geschwindigkeitstest von mehreren Standorten weltweit mit echten Browsern durchzuführen. Es bietet ein Wasserfalldiagramm, Performance-Bewertungen und detaillierte Berichte zu verschiedenen Aspekten, die die Geschwindigkeit deiner Website beeinflussen.
- YSlow:YSlow, eine Open-Source-Browser-Erweiterung, bewertet Websites basierend auf Yahoos Regeln für hochperformante Websites, liefert Statistiken und Analysen wichtiger Metriken sowie Vorschläge zur Verbesserung der Seitenperformance.
- New Relic: New Relic ist ein Website-Geschwindigkeits-Optimierungstool, das Einblicke in Echtzeit-Performance-Metriken, Anwendungsgesundheit und Nutzerzufriedenheit bietet. Es hilft dabei, Engpässe und Website-Geschwindigkeitsprobleme zu identifizieren, damit du für bessere Performance optimieren kannst.
So verbesserst du die Website-Performance
Als Online-Händler:in kannst du es dir nicht leisten, Kund:innen aufgrund schlechter User Experience zu verlieren. Durch Performance-Tests und Maßnahmen basierend auf Testergebnissen kannst du die Website-Performance verbessern und Kund:innen zufriedenstellen. So geht's:
- Nutze ein Content Delivery Network (CDN): Content Delivery Networks verteilen den Inhalt deiner Website über mehrere Server weltweit, um Latenz zu reduzieren und Ladezeiten für Nutzer:innen überall zu verbessern.
- Optimiere Core Web Vitals-Metriken: Achte auf Metriken wie Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID) und Cumulative Layout Shift (CLS), um die User Experience zu verbessern und Googles Core Web Vitals-Standards zu erfüllen.
- Verwende Browser-Caching: Setze Caching-Richtlinien für statische Dateien fest, damit Browser diese Dateien lokal speichern können. Wenn mehrere Dateien im Browser-Cache gespeichert sind, reduziert das die Notwendigkeit wiederholter Downloads.
- Minimiere externe Ressourcen: Wenn deine Website eine HTTP-Anfrage stellt, muss sie Informationen zwischen mehreren Servern hin und her senden, bevor die Seite vollständig geladen werden kann. Reduziere die Abhängigkeit von externen Skripten und Ressourcen, um die Anzahl der HTTP-Anfragen zu begrenzen und so die Ladegeschwindigkeit zu verbessern.
- Optimiere statische Dateien und Web-Fonts: Komprimiere und optimiere statische Dateien, einschließlich JavaScript (JS)-Dateien und Web-Fonts, um Ladezeiten zu verkürzen.
- Führe regelmäßige Geschwindigkeitstests durch: Nutze Geschwindigkeitstest-Tools wie Google PageSpeed Insights, GTmetrix oder Pingdom, um regelmäßig die Performance deiner Website zu bewerten und notwendige Optimierungen vorzunehmen.
- Wäge deine Server-Hosting-Optionen ab: Bei Hosting-Anbieter:innen wählst du zwischen dedizierten Servern, virtuellen privaten Servern (VPS) und Cloud-Server-Hosting basierend auf deinem Website-Traffic und Performance-Bedürfnissen. Das Mieten von Serverplatz kann sich summieren; dedizierte Webserver sind die schnellste, aber auch teuerste Option.
- Reduziere render-blockierende Ressourcen: Identifiziere und modifiziere oder verschiebe render-blockierende Ressourcen wie JS-Dateien, die schnelles Seitenrendering behindern.
- Verfolge Datenbankoptimierung: Optimiere Datenbankabfragen, Server-Antwortzeiten und stelle eine effiziente Nutzung des Serverplatzes sicher, um die Gesamtgeschwindigkeit der Website zu verbessern.
- Minimiere die HTTP-Anfragen deiner Website: Kombiniere mehrere Dateien, reduziere unnötige Weiterleitungen und verwende Techniken wie Datei-Minimierung, um die Anzahl der HTTP-Anfragen zu reduzieren, die zum Laden einer Seite erforderlich sind.
- Nutze temporäre Speicherorte: Verwende temporäre Speicherorte, um häufig abgerufene Daten zu cachen, die Last auf dem Server zu reduzieren und Seitenladezeiten zu verbessern.
- Gehe vorsichtig bei der Implementierung von Drittanbieter-Tools vor: Sei wählerisch bei Drittanbieter-Tools und Skripten, um negative Auswirkungen auf Ladezeiten zu vermeiden.
- Überwache die Performance: Überwache regelmäßig die Website-Performance mit Analytics-Tools wie Google Analytics und Google Search Console, um Verbesserungsbereiche zu identifizieren.
- Reduziere Time to First Byte (TTFB): Optimiere deine Webserver und Content-Management-Systeme (CMS), um TTFB zu reduzieren, was beeinflusst, wie schnell der Browser das erste Byte an Daten vom Server erhält. Nutze das Site Speed Audit, um zu sehen, wie deine Website heute performt.
- Optimiere Bildgrößen: Komprimiere und reduziere Bildgrößen ohne Qualitätsverlust. Das reduziert die Gesamtseitengröße und verbessert Ladezeiten.
FAQ – Website-Geschwindigkeit verbessern
Was macht eine Website schnell oder langsam?
Die Geschwindigkeit einer Website wird hauptsächlich durch Faktoren wie optimierte Inhalte, effiziente Server-Antworten, minimierte HTTP-Anfragen und optimierte Ressourcenbereitstellung bestimmt.
Wie erkennst du, ob deine Website gut performt?
Du kannst feststellen, ob deine Website gut performt, indem du Faktoren wie Ladezeiten, Antwortzeiten bei Nutzereingaben, Nutzerengagement, Conversion-Raten und die Einhaltung von Performance-Benchmarks wie Core Web Vitals und Suchmaschinen-Rankings bewertest.
Was gilt als gute Website-Geschwindigkeit?
Eine gute Website-Geschwindigkeit liegt typischerweise unter 3 Sekunden für das vollständige Laden der Seite, obwohl das Anstreben noch schnellerer Ladezeiten oft ideal für eine optimale User Experience ist.




