User-generated Content (UGC) bezeichnet alle Texte oder Medien, die Kund:innen völlig eigenständig über deine Produkte veröffentlichen.
Da UGC von echten Käufer:innen stammt, wirkt er auf potenzielle Kund:innen überzeugender als Werbung. Bazaarvoice's 2025 Shopper Experience Index zeigt: Käufer:innen, die mit UGC-Bewertungen interagieren, konvertieren 144 % häufiger und generieren 162 % höhere Umsätze pro Besucher:in.
Google testet sogar UGC-Shopping-Karussells, die Bewertungsfotos in Produktbildergalerien einbinden und ihnen damit einen prominenten Platz in den Suchergebnissen geben.
Kundenstimmen sollten deshalb fester Bestandteil deiner Marketingstrategie sein. Im Folgenden erfährst du, wie du UGC für deine Marke sammelst und präsentierst, mit acht UGC-Beispielen von Unternehmen, die es richtig machen.
Was ist User-generated Content?
User-generated Content (UGC) umfasst alle Texte, Fotos, Videos oder Audioclips, die echte Kund:innen ohne jegliche Anleitung über deine Marke erstellen. Dazu gehören auch Mitarbeiter:innen, die auf Social-Media-Plattformen wie LinkedIn Inhalte über ihren Arbeitsalltag posten.
Typische UGC-Beispiele sind:
- Ein Unboxing-Video auf TikTok
- Eine Fünf-Sterne-Bewertung auf deiner Produktseite
- Eine Instagram Story für #OOTD, die einen Produktdrop verlinkt
- Ein Anprobe-Video per Livestream
- Ausführliche Reddit-Bewertungen
Und die Formate werden immer vielfältiger.
Käufer:innen vertrauen ihresgleichen. Eine Studie ergab, dass etwa 80 % der Käufer:innen UGC als wichtig für ihre Kaufentscheidung einschätzen.
Deloittes englischsprachige 2025 Digital Media Trends Studie fand außerdem heraus, dass die Generation Z täglich etwa 50 Minuten mehr mit kurzen Social-Media-Videos und UGC verbringt als durchschnittliche US-Zuschauer:innen. 52 % sagen, dass diese von Creator:innen erstellten Inhalte relevanter wirken als Studio- oder TV-Produktionen. Diese Käufer:innen suchen gezielt nach Content-Creator:innen, deren Erfahrungen ihre eigenen widerspiegeln.
Organischer vs. bezahlter UGC
Organischer UGC verleiht deiner Marke Glaubwürdigkeit. Im Gegensatz zu traditionellem Influencer-Marketing wirkt es spontan und ungeskriptet.
Bezahlter UGC eignet sich gut für kreative Inhalte in Form von Clips, für die eine Marke UGC-Creator:innen beauftragt.
Schau dir hier die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden an:
| Organischer UGC | Bezahlter UGC | |
|---|---|---|
| Quelle | Freiwillige Posts, Bewertungen und digitale Community-Bereiche | Beauftragte Inhalte nach Briefing erstellt |
| Rechte | Die Marke muss die Erlaubnis von Creator:innen einholen oder auf Plattform-Embeds setzen. | Nutzungsrechte werden vorab verhandelt; oft unbegrenzt digital |
| Kontrolle | Gering, aber authentisch | Kontrolle über Botschaft, Stil und Zeitpläne |
| Kosten | Keine direkte Bezahlung | Zwischen 150 € und 200 €+ für ein 30-Sekunden-Video |
| Wann nutzen | Social Proof, Discovery, Community-Aufbau | Produktdemos, Werbecreatives |
Wenn du Assets für Kampagnen oder Marktplatz-Listings brauchst, verkürzt bezahlter UGC die Zeit, die es dauert, gute organische Inhalte zu finden. Gleichzeitig kannst du Hooks oder Storylines gezielt skripten und Content skalierbar erstellen, ganz ohne eigenes Studio.
Da die Preisgestaltung noch sehr uneinheitlich ist, empfiehlt es sich, Budgets am Median von 2025 zu orientieren und 25 % für erweiterte Nutzungsrechte oder Multi-Plattform-Pakete einzuplanen.
Warum UGC 2026 wichtig ist
Käufer:innen vertrauen Online-Bewertungen weiterhin. Auch wenn das Vertrauen niedriger ist als während der Pandemie, berichtet BrightLocal (Link auf Englisch), dass etwa 42 % der Verbraucher:innen Online-Bewertungen genauso vertrauen wie persönlichen Empfehlungen. Die Bewertungen, denen sie vertrauen, sind detailliert, visuell und von Menschen verfasst.
Aktuelle Statistiken zu Verbrauchervertrauen
Eine Studie von Bitkom ergab, dass mehr als jede:r Zweite vor dem Kauf aktiv Produktbewertungen liest. Immer mehr Menschen verbringen Zeit mit UGC. Mehrere englischsprachige Studien zeigen, dass sie direkt aufgrund von Creator-Empfehlungen kaufen. Reine Text-Bewertungen werden weniger effektiv. Marken müssen die Qualität und Transparenz von UGC mit Videos verbessern. Marketer:innen, die Creator-Style-Storytelling ignorieren, riskieren, die nächste Generation von Käufer:innen zu verpassen.
UGCs Einfluss auf Conversions
Splendid Research fand heraus, dass für 74 % der Deutschen echte Produktfotos von anderen Käufer:innen ein zentraler Faktor bei der Kaufentscheidung sind.
Marktforschung zeigt außerdem, dass die durchschnittliche Conversion Rate bei Produktseiten mit UGC bei etwa 3,2 % lag. Wenn Nutzer:innen aktiv mit dem UGC interagierten, stieg die Conversion Rate um 102 %.
Käufer:innen lassen sich 2026 von Peer-Content überzeugen, nicht nur von Marken-Copy. Behandle UGC als Vertrauenssignal und plane dein Budget entsprechend.
Acht Beispiele für gelungenen UGC
Pura Vida: Community-Aufbau mit Hashtag-Kampagnen für mehr Sichtbarkeit
Hashtag-geführte Kampagnen helfen Kund:innen, ihre Lieblingsmarken zu finden, zu verfolgen und Teil eines Trends oder Gesprächs zu sein. Hashtags sind auf allen sozialen Plattformen präsent, von Twitter über Instagram bis TikTok.
Hashtag-Kampagnen sind eine unterhaltsame und inklusive Möglichkeit, um:
- Markenbekanntheit zu steigern
- Engagement zu fördern
- Produkte auf authentische, käuferfokussierte Weise zu bewerben
Marken binden Fans ein, indem sie einen eigenen Hashtag erstellen und Kund:innen motivieren, ihn zu verwenden. Überlege, wie deine Kund:innen über deine Marke denken, und ermutige sie, Inhalte zu erstellen, die das widerspiegeln.

Die Schmuckmarke Pura Vida inspirierte Kund:innen dazu, UGC zu erstellen, indem sie einen Hashtag zusammen mit einem Rabattcode in ihre Post-Purchase-E-Mails einbaute. Mit dem Hashtag #puravidabracelets blieben Käufer:innen auch nach dem Kauf mit der Marke verbunden. Wer den Hashtag nutzte, hatte die Chance, auf dem offiziellen Social-Media-Account der Marke gefeatured zu werden. Andere Käufer:innen konnten den Hashtag durchsuchen und eine Community von Markenfans entdecken. Geteilt wurde er zusammen mit einem Rabattcode für zukünftige Käufe, was hervorragend für die Kundenbindung funktioniert.
Cupshe: Kundenfeedback auf Produktseiten mit Fotobewertungen
Viele E-Commerce-Kund:innen erwarten heute Bewertungen und Feedback, bevor sie kaufen. Produktfotos von echten Kund:innen gehen dabei über Worte hinaus und schaffen echten Mehrwert. Sie bauen nicht nur Vertrauen und Glaubwürdigkeit auf. UGC-Fotos können auch:
- Eine fesselndere Erfahrung schaffen: Wer Produktseiten mit Kundenfoto-Bewertungen sieht, bleibt länger und stöbert weiter auf der Website.
- Das Produkt im echten Alltag zeigen: Models sind eine Sache, aber ein Kleidungsstück an jemandem im Alltag zu sehen, hilft Käufer:innen, sich vorzustellen, wie es an ihnen aussieht.
- Starken Social Proof erzeugen: Andere Menschen zu sehen, die bereits das besitzen, was du kaufen möchtest, erzeugt ein stärkeres Kaufbedürfnis.
Die Bademodemarke Cupshe nutzt erfolgreich Kundenfeedback auf Produktseiten mit Fotobewertungen. Während die Produktseite für ihren meistverkauften schwarzen Cut-out-Einteiler alle Informationen enthält, die Käufer:innen oben auf der Seite benötigen, zeigen Kundenbewertungen und -bilder, wie der Badeanzug an verschiedenen Körpertypen sitzt.
Hier baut UGC Vertrauen zu potenziellen Käufer:innen auf und fördert gleichzeitig die Community, indem Kund:innen ihre ehrlichen Meinungen und Fotos ihrer Käufe miteinander teilen können.

Province Apothecary: Social Media für verbraucherfokussierte Kampagnen
Eine Möglichkeit, UGC in die eigene Strategie zu integrieren, ist durch gezielte oder laufende Kampagnen zu zeigen, wie Verbraucher:innen Produkte im Alltag nutzen. Das ist ein kosteneffizienter Weg, Content für Social Media zu produzieren, ganz ohne Agentur oder großes Team. Wer Posts über Hashtags, Tagging oder eine fokussierte Kampagnenstrategie sammelt, kann authentische und organische Beiträge in Echtzeit an ein breiteres Netzwerk weitergeben.

Die kanadische Beauty-Marke Province Apothecary bindet konsequent Kund:innen in ihre Social-Media-Posts ein. Die Marke teilt Instagram-Posts, die sie „PA on You" nennt, und repostet Videos und Fotos von Kund:innen, die ihre Produkte verwenden.
Two Blind Brothers: Kampagnen in Partnerschaft mit Wohltätigkeitsorganisationen und NGOs
UGC nur für Umsätze zu nutzen, ist nicht der einzige Ansatz. Kund:innen möchten von Marken kaufen, die ähnliche Werte haben, Authentizität und Transparenz priorisieren und sich auf bedeutungsvolle Weise in der Welt engagieren.
Teile die Wohltätigkeitsorganisationen, Anliegen oder NGOs, die dir am wichtigsten sind, durch UGC-Kampagnen, die mit spezifischen Organisationen kooperieren oder Spenden sammeln.
Die Bekleidungsmarke Two Blind Brothers hat sich beispielsweise eine Anhängerschaft aufgebaut, indem sie die Reaktionen der Käufer:innen auf ihre Shop Blind Challenge teilt: Kund:innen kaufen dabei Artikel, ohne zu wissen, was sie erhalten. Die Erlöse fließen in Wohltätigkeitsorganisationen und Forschungseinrichtungen, die sich der Heilung von Blindheit widmen.
Kund:innen teilen Unboxing-Videos ihrer Überraschungsbestellungen und haben dabei die Chance, auf den YouTube- oder Instagram-Accounts der Marke gefeatured zu werden.
Die Mitgründer:innen der Marke haben die Stargardt-Krankheit, die durch Makuladegeneration im Auge zum Sehverlust führt. Diese UGC-Posts bewerben sowohl die Produkte der Marke als auch die Sache, für die sie sich einsetzen.
Vanity Planet: Verbraucher:innen in Produktkonzepte und -ideen einbeziehen
Produktentwicklung ist eine Möglichkeit, Kund:innen aktiv einzubinden und UGC zu integrieren. Fokusgruppen liefern wertvolles Feedback, aber sie sind schwer über verschiedene Kundensegmente, Produktkategorien und Märkte hinweg zu skalieren.
Soziale Medien hingegen liefern konstantes, großflächiges Feedback. Kundenbewertungen sind eine wertvolle Quelle, um zu verstehen, was deine Zielgruppe an deinen Produkten mag und was nicht. Meinungen, die Käufer:innen durch Videos, Fotos und Rezensionen teilen, helfen dir, die Produkte zu entwickeln, die deine Zielgruppe wirklich braucht.

Vanity Planet verwandelte Produktseiten in eine dynamische Community. Die Marke machte es für Erstbesucher:innen viel einfacher, Vertrauen aufzubauen, indem echte Kundenstimmen ihre Produkte befürworteten. Da Kund:innen auch an der Produktentwicklung beteiligt waren, entstand eine starke Feedback-Schleife aus Bewertungen und Echtzeit-Einblicken. Das hat Vanity Planet dabei geholfen, Produkte zu entwickeln, die Menschen tatsächlich kaufen möchten.
Maude: Ehrliche Testimonials von Verbraucher:innen
Kundenbewertungen und Testimonials gehören zu den wirkungsvollsten UGC-Beispielen. Potenzielle Käufer:innen verlassen sich nicht nur auf den Rat von Freund:innen und Familie, sondern auch auf die Meinungen von Fremden.
Dieser Content verbindet Loyalität und Kundenbindung miteinander: Ein:e Käufer:in probiert das Produkt, bewertet es und empfiehlt es weiter. Wer spezifisch beschreibt, was ein Produkt für sie oder ihn tut, spricht oft genau die Zielgruppe an, die du erreichen möchtest.


Die Sexual-Wellness-Marke Maude bindet Kundenbewertungen auf ihren Produktseiten ein und nutzt sie in Social Posts zur Produktwerbung.
Für diese Marke ist Differenzierung besonders wichtig, da sie in den oft überfüllten Bereichen Beauty, Wellness und Sexualität aktiv ist. Kund:innen müssen intimen Produkten vertrauen. Testimonials helfen ihnen, die Nuancen eines Produkts zu verstehen, bevor sie es selbst ausprobieren.
Beefcake Swimwear
Beefcake Swimwear zeigt, wie einfach ein gelungener UGC-Post sein kann. Das Bild wurde nicht von einem professionellen Team produziert, es ist ein Foto, das @angieevansbutch von sich selbst in einem Beefcake-Anzug gepostet hat. Es stammt von einer echten Käuferin und wirkt wie eine Empfehlung aus erster Hand, nicht wie Werbung.
Der Post zeigt den Badeanzug außerdem an einem Körpertyp, den die Marke aktiv feiern möchte. Beefcake vermarktet geschlechtsneutrale, größeninklusive Bademode. Das Teilen eines Fotos einer zufriedenen Kundin in natürlicher Umgebung unterstreicht diese Mission und signalisiert Interessent:innen: „Diese Marke passt wirklich zu Menschen wie mir."
Glossier: Kooperiere mit Influencer:innen aus deiner Branche
Glossier arbeitete mit Influencerin Nam Vo zusammen, um Futuredew Solid und Futuredew Serum zu bewerben. Das Video folgt Nam Vos eigenem Stil und ihrer eigenen Sprache, nicht der von Glossier. Dadurch trägt es ihre charakteristische Authentizität und Glaubwürdigkeit. Ihre Community vertraut ihren Hautpflege-Empfehlungen bereits, und dieses Vertrauen überträgt sich im Post auf Glossier.
Zuschauer:innen sehen, wie Nam Vo Futuredew Solid über ihre Wangenknochen streicht und sofort den glänzenden Effekt erkennt. Textur, Finish und Anwendung zu zeigen, ist eine der größten Stärken von UGC-Beispielen dieser Art. Zuschauer:innen können sich vorstellen, dasselbe zu tun, und fühlen sich dabei, als bekämen sie Rat von einer Freundin.
So sammelst und präsentierst du UGC-Inhalte
User-Generated Content ist ein wirkungsvoller Weg, um Reibung aus dem Kaufprozess zu entfernen. Ob du einen Klick in deiner Marketing-E-Mail fördern oder letzte Fragen auf einer Produktseite beantworten möchtest: UGC hilft dir, den Verkauf abzuschließen.
Aber wie sammelst du diesen wertvollen Content? Hier findest du die effektivsten Tools und Tipps, wo du UGC auf deiner Website am besten platzierst.
Empfohlene Apps
Diese Shopify-Apps helfen dir dabei, UGC zu sammeln und zu präsentieren:
- Loox: Diese App automatisiert die Bewertungserfassung mit gebrandeten Post-Purchase-E-Mails und einem In-Page-Formular, das Fotos und Videos akzeptiert. Erhalte schnell ladende, anpassbare Widgets (Karussells, Popups, Badges), die den Stil deines Shopify-Themes übernehmen. Loox sammelt auch Bewertungen aus der Shop App, Google Shopping und aus Social Channels. Preise beginnen bei 12,99 € pro Monat.
- Foursixty: Ziehe beliebige Instagram- oder TikTok-Posts, einschließlich Reels, in responsive Galerien auf deiner Homepage, Produktseiten, dedizierten Inspirationsseiten und der Shop App. Erstelle individuelle Creator Shops, die den Feed einer Botschafter:in, getaggte Produkte und verfolgbare Verkäufe zeigen und Markenbotschafter:innen so in Umsatzkanäle verwandeln. Preise beginnen bei 90 € pro Monat mit 14-tägiger kostenloser Testversion.
- Yotpo: Mit durchschnittlich 4,8 Sternen bei 4.900 Bewertungen fordert Yotpo automatisch Text-, Foto- und Video-Bewertungen nach jeder Bestellung an und hebt dann die besten Ausschnitte mit Smart Filters und KI-Zusammenfassungen hervor. Die kostenlose Version unterstützt bis zu 50 monatliche Bestellungen. Ab 15 € pro Monat schaltest du Fotos und Videos, Google Shopping, Verkäuferbewertungen und 24/7-Support frei. Pro-Pläne ergänzen KI, individuelle Fragen und Premium-Analytics.
Platzierungstipps
Sobald du UGC gesammelt hast, kommt es darauf an, ihn so zu präsentieren, dass Kund:innen ihn auch wirklich sehen.
- Above-the-fold-Galerie: Baymards englischsprachiger 2025 UX-Benchmark fand heraus, dass nur 49 % der führenden Websites gute Produktseiten-UX erreichen. Für Unternehmen, die Sternebewertungen und Rezensionen bereits vor dem ersten Scrollen zeigen, steckt hier großes Potenzial. Verfolge Metriken wie Klickrate und Verweildauer, um den Effekt zu messen.
- Tap-to-expand-Medien: Lass Käufer:innen Videos und Bilder zoomen oder wischen, um Nahaufnahmen von echten Menschen mit deinen Produkten zu sehen.
- UGC-Tabs vs. vollbreite Abschnitte: Vermeide es, Bewertungen in horizontalen Tabs auf der Produktseite anzuzeigen. Baymard fand heraus, dass dies das schlechteste Layout und Navigationsmuster in verschiedenen Branchen und Produkttypen ist.
- Social-Style-Galerien in E-Mails: Foursixty ermöglicht es dir, einen shoppbaren UGC-Streifen einzubetten, der Empfänger:innen ermutigt, ihre Fotos zu posten (Link auf Englisch). Poste Top-Performer auf deinen eigenen Social-Media-Kanälen für zusätzliche Reichweite – und hoffentlich Verkäufe.
Rechtliche und ethische UGC-Checkliste
Wer Kundenfotos oder Creator-Clips ohne Rechte- und Datenschutzplan verwendet, riskiert Urheberrechtsklagen. Behandle die folgenden Punkte als Compliance-Checkliste für jede UGC-Kampagne.
Erlaubnis und Zuschreibung
Hol’ dir die explizite Erlaubnis vor dem Reposten ein
In Deutschland schützt das Urheberrechtsgesetz (UrhG) alle Fotos und Videos automatisch ab dem Moment ihrer Entstehung. Das bedeutet: Wer Inhalte anderer ohne Erlaubnis weiterverwendet, begeht eine Urheberrechtsverletzung, auch wenn der ursprüngliche Post öffentlich zugänglich ist. Zudem schützt das Kunsturhebergesetz (KUG) die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen. Ohne deren Zustimmung darfst du Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, nicht veröffentlichen.
💡 Fazit: Keine schriftliche Erlaubnis dokumentiert? Nicht posten. Hole dir vor der Weiterverwendung immer eine ausdrückliche Genehmigung der Creator:innen und der abgebildeten Personen ein.
Kennzeichnungspflicht bei bezahltem UGC
Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie die Medienstaatsverträge der Länder schreiben vor, dass kommerzielle Inhalte klar als Werbung gekennzeichnet sein müssen. Das gilt auch für bezahlten UGC. Versteckte Hinweise oder kleine Hashtags reichen nicht aus. Als Marke haftest du mit, wenn ein Creator-Post die Vergütung verschleiert oder weglässt.
💡 Fazit: Stelle sicher, dass Creator:innen, die bezahlten UGC posten, auf allen Bildern und Videos eine gut sichtbare Kennzeichnung wie „Werbung" oder „Anzeige" platzieren.
Würdige die Creator:innen
Füge einen klickbaren @Handle in der Bildunterschrift oder im Widget ein und verlinke, wo möglich, zum ursprünglichen Post.
Beachte die DSGVO
UGC gilt unter Artikel 6 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als personenbezogene Daten, da er Informationen wie Bilder, persönliche Angaben oder Standortdaten enthalten kann. Nutzer:innen haben das Recht auf Löschung, was bedeutet: Du musst ihre Inhalte schnell finden und auf Anfrage entfernen können. Reagierst du nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist, drohen empfindliche Bußgelder.
Die Customer Journey endet nicht, wenn Kund:innen zur Kasse gehen
Kundenbindung ist mehr als eine weitere Stufe in der Customer Journey. Betrachte sie als eigenen Funnel, in dem du deine Käufer-Community mit UGC einbindest und sie zu Markenbotschafter:innen machst. Die richtige Botschaft zur richtigen Zeit kann zusätzliche Verkäufe generieren.
Wenn du UGC mit anderen Bindungstools wie Gutscheinen und Upselling kombinierst, fällt es leichter, bestehende Kund:innen wieder in deinen Shop zu holen. Mit der richtigen UGC-Strategie stärkst du das Engagement in deiner aktuellen Community, steigerst deinen Umsatz und gewinnst gleichzeitig neue Kund:innen.
FAQ: UGC-Beispiele
Was sind Beispiele für Marken, die UGC einsetzen?
Zu den Marken, die User-Generated Content erfolgreich nutzen, gehören Kylie Cosmetics (Tutorial-Videos von Kund:innen in Instagram Stories), Two Blind Brothers (kampagnen- und NGO-bezogene Inhalte in sozialen Medien), Maude (Kundentestimonials) und Province Apothecary (Kundeninhalte für die „PA on You"-Kampagne).
Was sind typische Arten von UGC-Feedback?
UGC-Feedback umfasst Bewertungen und Testimonials, die in verschiedenen Formaten vorliegen können: schriftlich, als Fotos, Videos oder Audioaufnahmen.
Was zählt als UGC?
UGC umfasst alle Inhalte, die Käufer:innen über eine Marke und ihre Produkte erstellen, darunter Fotos, Videos, Testimonials und Podcasts.
Was sind typische UGC-Nischen?
UGC-Nischen sind spezifische Produkte, Gruppen oder Käufersegmente, die eine eigene, manchmal sehr engagierte Zielgruppe haben. Beispiele sind Beauty-Produkt-Käufer:innen, spezifische Trend-Communities auf TikTok und viele mehr.
Was sind die drei Arten von E-Commerce?
Die drei Arten von E-Commerce sind Business-to-Business (B2B), Business-to-Consumer (B2C) und Consumer-to-Consumer (C2C).




