Wenn du ein physisches Ladengeschäft besitzt, hast du viele Möglichkeiten, deine Community zu erreichen. Du könntest potenzielle Kund:innen z. B. auf einem Nachbarschaftsfest ansprechen oder sie mit cleverer Beschilderung dazu verleiten, deinen Laden zu betreten.
E-Commerce-Unternehmer:innen müssen aber weiter denken. Die Community eines E-Commerce-Unternehmens ist im Grunde das gesamte Internet und das sind etwa 5,56 Milliarden Menschen, was annähernd 70 % der Weltbevölkerung entspricht. Auch wenn dies ein größeres Verkaufspotenzial darstellt, solltest du dich auf die Menschen im Internet konzentrieren, für die deine Marke und dein Produkt relevant sind. Überlege strategisch, wie du ihre Aufmerksamkeit gewinnst.
Genau hier kommt Content-Marketing ins Spiel: Indem du deinen Kund:innen Inhalte lieferst, die für sie wirklich relevant und wertvoll sind, hilft Content-Marketing Online-Unternehmen dabei, bei ihrer Zielgruppe im Gedächtnis zu bleiben und Vertrauen aufzubauen, statt es zu verspielen.
In der übersättigten digitalen Umgebung des Jahres 2026 ist strategisches Content-Marketing unverzichtbar, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Da KI und sich wandelnde Konsumgewohnheiten das Verhalten deiner Kund:innen sowie die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen Marken entdecken und mit ihnen interagieren, erzielen Unternehmen, die wertvollen und zielgerichteten Content liefern, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. In diesem Beitrag werden die neuesten Tipps für Content-Marketing deines E-Commerce-Unternehmens vorgestellt sowie wichtige Hinweise dazu gegeben, was du beim Content-Marketing vermeiden solltest.
Was ist Content-Marketing?
Content-Marketing ist der Prozess der Erstellung und Verbreitung nützlicher, relevanter und ansprechender Inhalte für deine Zielgruppe, um deine Marke zu stärken, Leads zu generieren und Vertrauen bei aktuellen und potenziellen Kund:innen aufzubauen.
Dieser strategische Ansatz konzentriert sich darauf, kontinuierlich wertvolle Informationen zu liefern, die Probleme lösen und Bedürfnisse ansprechen, anstatt direkt Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Ziel ist es, eine vorab klar definierte Zielgruppe anzuziehen und zu halten und letztendlich profitable Kundenaktionen zu fördern.
Content-Marketing kann Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing, Bloggen, Podcasting, Video-Marketing sowie die Nutzung bezahlter Kanäle wie Social-Media-Werbung und gesponserte Inhalte umfassen.
Vorteile des Content-Marketings sind:
- Aufbau von Markenbekanntheit und -wiedererkennung
- Etablierung von Autorität und Expertise in deiner Branche
- Generierung von Leads und Förderung der Conversion Rate
- Pflege von Kundenbeziehungen und -loyalität
- Verbesserung der Suchmaschinen-Sichtbarkeit und des organischen Traffics
Warum Content-Marketing 2026 wichtig ist
In der heutigen digitalen Landschaft hat sich Content-Marketing von einer Nice-to-have-Strategie zu einer unverzichtbaren Aktivität innerhalb deines Unternehmens entwickelt. B2B-Unternehmen berichten, dass Content-Marketing-Strategien zu höheren Verkäufen und Umsätzen beitragen.
Das digitale Content-Ökosystem entwickelt sich weiterhin rasant, wobei Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf mehreren Plattformen und Kanälen konkurrieren. Da Verbraucher:innen bei den Inhalten, die sie konsumieren, wählerischer werden, müssen Marken einen außergewöhnlichen Mehrwert liefern, um sich abzuheben.
Schlüsselfaktoren, die die Bedeutung des Content-Marketings 2026 vorantreiben, sind:
- Content-Marketing generiert mehr als dreimal so viele Leads wie traditionelles Marketing und kostet 62 % weniger, was es zu einer kosteneffektiven Strategie in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten macht.
- Das Vertrauen der Verbraucher:innen in traditionelle Werbung nimmt weiter ab, wobei Zielgruppen authentische, wertvolle Inhalte gegenüber Werbebotschaften bevorzugen.
- Der Aufstieg KI-gestützter Such- und Empfehlungssysteme belohnt umfassende, hochwertige Inhalte, die Nutzerbedürfnisse präzise ansprechen.
- Veränderungen in den Datenschutzbestimmungen haben First-Party-Daten wertvoller gemacht. Viele Content-Marketing-Strategien stellen effektive Wege dar, diese Informationen zu sammeln.
- Die Customer Journey verläuft immer weniger linear. Content-Touchpoints beeinflussen Entscheidungen in mehreren Phasen und schaffen so zahlreiche Gelegenheiten, Inhalte zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen.
Content-Marketing bietet E-Commerce-Unternehmen eine sehr gute Möglichkeit, sich von Konkurrent:innen abzuheben und Kundenbeziehungen aufzubauen. Gleichzeitig eröffnet es zahlreiche Wege, wie Kund:innen die Marke entdecken und zu Conversions geleitet werden können.
15 bewährte Tipps für Content-Marketing
- Zielgruppenforschung vertiefen
- Herausforderungen und Motive identifizieren
- SEO gezielt einsetzen
- Content der Customer Journey zuordnen
- Für Menschen schreiben
- Mit dem Tonfall spielen
- Inhalte unterhaltsam gestalten
- Vielfältige Content-Formate erstellen
- Content-Mix etablieren
- Content-Kalender erstellen
- Content-Cluster für SEO aufbauen
- Mehrere Kanäle nutzen
- Technische SEO-Strategie implementieren
- Ergebnisse verfolgen
- Content-Marketing-ROI messen
Wer schon einmal einen Facebook-Post für sein Unternehmen veröffentlicht hat, ist bereits im Content-Marketing aktiv gewesen. Eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie zu etablieren ist jedoch etwas komplexer. Die folgenden Tipps für Content-Marketing können dir beim Einstieg helfen:
1. Zielgruppenforschung vertiefen
Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto besser wird dein Content-Marketing. Erforsche die Demografie, Interessen, Kaufzyklen und Medienkonsum-Präferenzen deiner Zielgruppe (einschließlich bevorzugter Social-Media-Plattformen). Diese Informationen können dir dabei helfen, relevante Inhalte für deine Zielgruppen zu erstellen und Content zu veröffentlichen, der die richtige Zielgruppe zur richtigen Zeit erreicht.
Du kannst Google Analytics-Zielgruppenberichte nutzen, um demografische Muster zu identifizieren. Ergänze diese Erkenntnisse dann durch Interviews mit Kund:innen über ihre Content-Präferenzen. Durch diese Forschungsansätze lassen sich detaillierte Zielgruppen-Personas erstellen, die nicht nur demografische Daten abbilden, sondern auch Einblicke in die Psychografie und bevorzugte Content-Formate geben.
2. Herausforderungen und Motive identifizieren
Was genau sind also relevante und nützliche Inhalte? Um diese Frage zu beantworten, solltest du die Herausforderungen und Motive deiner Zielgruppe betrachten.
- Herausforderungen sind die zentralen Probleme, mit denen deine Zielgruppe konfrontiert wird. Betrachte ihre täglichen Frustrationen, Sorgen und tiefsten Ängste und achte besonders auf Probleme, die dein Produkt lösen kann.
- Motive sind die Faktoren, die eine Kaufentscheidung beeinflussen. Typische Faktoren sind Kosten, wahrgenommener Nutzen, Zugänglichkeit und Social Proof.
Nutze die Herausforderungen, um wichtige Motive deiner Zielgruppe zu identifizieren. Veröffentliche Content, der eine Lösung bietet. Wenn sich deine Zielgruppe beispielsweise Sorgen macht, zu wenig Zeit mit der Familie zu verbringen, werden Faktoren, die Zeit ersparen, ein wichtiges Motiv sein. Eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie könnte betonen, wie deine Produkte oder Dienstleistungen Zeit sparen.
3. SEO gezielt einsetzen
Wenn Menschen online mit Content interagieren, nutzen mehr als die Hälfte (Link auf Englisch) Suchmaschinen, um diesen Content zu finden.Suchmaschinenoptimierung (SEO) verbindet Kunst und Wissenschaft, um deine Website nicht nur sichtbar in den Suchergebnissen zu machen, sondern sie gezielt auf den vorderen Positionen zu platzieren, die zur Suchintention deiner Zielgruppe passen.
SEO-Prinzipien auf deine Content-Strategie anzuwenden bedeutet, die Frage zu beantworten: Welches Problem versucht deine Zielgruppe zu lösen, wenn sie ein bestimmtes Keyword bei Google eingibt?
Du setzt SEO-Strategien ein, um Inhalte zu erstellen, die in den Suchergebnissen deiner Zielgruppe sichtbar sind. Dieser organische, SEO-getriebene Content bietet dir die Chance, potenziellen Kund:innen deine Marke und Produkte zu präsentieren, indem du ihnen wertvolle Antworten auf ihre Fragen lieferst.
Hier ist ein Beispiel: Stell dir vor, begeisterte Wanderer:innen planen eine Reise zu einem Ziel mit wechselhaftem Wetter. Sie könnten eine Suchmaschine nutzen, um Optionen für die Imprägnierung ihrer Wanderstiefel zu recherchieren. Wenn du Imprägnierspray (oder wasserdichte Wanderstiefel) verkaufst, möchtest du vielleicht Content erstellen, der erklärt, wie dein Produkt funktioniert und warum es effektiv ist. Du hoffst, für das Keyword „wasserdichte Wanderstiefel“ hoch zu ranken. Um deine Reichweite zu erhöhen, könntest du auch Artikel erstellen, die Tipps zum Wandern im Regen, Packlisten für Langstreckenwanderungen bei wechselhaftem Wetter und andere relevante Themen behandeln.
Bei SEO geht es darum, Leser:innen zu geben, was sie wollen: nützliche Informationen, die ihre Probleme ganz unkompliziert ansprechen. Während du deine Produkte erwähnen solltest, wenn sie direkt relevant für die Lösung einer entsprechenden Herausforderung sind, solltest du es nicht übertreiben. Zu viele harte Verkaufsargumente können das Vertrauen deiner Leser:innen untergraben.
Im Jahr 2025 sind Qualitäts‑Signale und Nutzererfahrungsmetriken wie die Core Web Vitals zu immer wichtigeren Ranking-Faktoren geworden. Mache dich mit Googles Empfehlungen zur Erstellung hilfreicher, gut rankender Inhalte vertraut, einschließlich der E-E-A-T-Richtlinien, die zeigen, wie Content Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit priorisiert.
4. Content der Customer Journey zuordnen
Es ist entscheidend zu verstehen, wie dein Content verschiedene Phasen der Customer Journey unterstützt. Diese Erkenntnisse helfen dir, dich zur richtigen Zeit und mit den richtigen Informationen mit deiner Zielgruppe zu verbinden. Verschiedene Content-Typen erfüllen unterschiedliche Zwecke, während sich Interessent:innen von Awareness über Consideration und Decision bis hin zu Loyalty bewegen.
Das Customer Journey Mapping umfasst:
- Die Identifizierung der wichtigsten Phasen, die deine Kund:innen vor, während und nach dem Kauf durchlaufen
- Ein Verständnis in Bezug auf Fragen und Bedürfnisse, die deine Kund:innen in jeder Phase haben
- Die Erstellung von Content, der speziell darauf ausgelegt ist, diese Bedürfnisse anzusprechen
- Messungen, wie effektiv dein Content Menschen von einer Phase zur nächsten bewegt
Blog-Beiträge und Inhalte in sozialen Medien machen Menschen auf deine Marke aufmerksam, während detaillierte Anleitungen und Vergleichsinhalte bei der Entscheidungsfindung helfen. Erfahrungsberichte und Produktvorführungen erleichtern die Kaufentscheidung, und Inhalte nach dem Kauf wie Tutorials oder Foren stärken die Kundenbindung und fördern Weiterempfehlungen.
Wenn du deinen Content auf die Customer Journey abstimmst, sorgst du dafür, dass du nicht einfach zufällige Inhalte erstellst, sondern einen strategischen Weg aufbaust, der Interessent:innen zur Conversion und darüber hinaus führt.
5. Für Menschen schreiben
Schreiben richtet sich an Leser:innen, und Leser:innen sind Menschen. Eine gute Content-Marketing-Strategie stellt den Menschen in den Mittelpunkt, während gleichzeitig SEO-Anforderungen und Geschäftsziele berücksichtigt werden.
Um nutzerfreundlichen Content zu erstellen, stelle dir die Leser:innen als konkrete Personen vor. Content-Marketing-Profis nennen diese fiktiven Personen Buyer Personas: Charaktere, die ein Segment deiner Zielgruppe repräsentieren. Erstelle eine Buyer Persona oder einige wenige, jeweils eine für jedes Zielgruppensegment, und schreibe gezielt für sie.
6. Mit dem Tonfall spielen
Die Markenstimme bleibt über alle Kanäle hinweg konsistent. Der Tone of Voice in Bezug auf deine Marke kann sich je nach Kontext anpassen. In Blogposts kannst du z. B. einen gesprächigen Stil wählen und auf Social-Media-Plattformen Humor einsetzen. In deiner E-Mail-Liste kannst du zudem klar Stellung zu Veränderungen in deiner Branche beziehen.
Du kannst auch erwägen, deine Perspektive anzupassen und einige Inhalte in der Stimme deines Unternehmens zu verfassen. Gelegentlich kann dein Blogpost aus der Ich-Perspektive deiner Gründer:innen oder entsprechender Fachexpert:innen aus deinem Marketing-Team ergänzt werden.
7. Inhalte unterhaltsam gestalten
Content-Marketing sollte deinen Zielgruppen einen echten Wert bieten, wobei auch der Unterhaltungswert zählt.
Hier ist ein Beispiel: Wenn du hochwertige orthopädische Schuhe für Berufstätige verkaufst, die im Büro High Heels tragen, kann deine Zielgruppenforschung wertvolle Hinweise liefern. Sie kann zeigen, dass deine Zielgruppe auch Interesse an Cocktailrezepten, Anregungen für effizienteres Arbeiten und Bildern traumhafter Reiseziele hat. Du kannst ausgewählte Fotos erfolgreicher Frauen einbinden, die in tropischer Umgebung entspannen und dazu passende, trendige Cocktailrezepte genießen. Dieser Ansatz hilft dir, Aufmerksamkeit zu erzeugen, ohne deine Produkte direkt zu bewerben.
8. Vielfältige Content-Formate erstellen
Die heutigen Zielgruppen konsumieren Content auf viele verschiedene Arten, was eine Vielfalt in Bezug auf unterschiedliche Formate zur Steigerung des Engagements unverzichtbar macht.
Verschiedene Content-Formate dienen unterschiedlichen Zwecken:
- Blog-Posts und Artikel etablieren Expertise und verbessern SEO
- Videos demonstrieren Produkte und Prozesse visuell
- Infografiken vereinfachen komplexe Informationen
- Podcasts erreichen Zielgruppen während (längerer) Reisen oder Workouts
- Interaktive Tools (z. B. Rechner, Quiz, Bewertungen) fördern Engagement
- Fallstudien bauen Glaubwürdigkeit auf und zeigen reale Ergebnisse
- Webinare bilden Interessent:innen weiter und generieren Leads
Bei der Entscheidung, welche Content-Formate du priorisieren solltest, berücksichtige sowohl die Präferenzen deiner Zielgruppe als auch die Fähigkeiten deines Teams. Beginne mit zwei bis drei Formaten, die du gut umsetzen kannst und erweitere diese Aktivitäten, wenn deine Ressourcen es erlauben. Denke daran, dass Content innerhalb verschiedener Formate wiederverwendet werden kann. Zum Beispiel kann ein Blog-Post zu einem Video-Skript, einer Podcast-Episode oder einer Infografik werden, was deine Content-Investition maximiert.
💡Videos sind ein zunehmend wichtiges Content-Format, das du in deinen Mix aufnehmen solltest. Tatsächlich berichtet HubSpot (Link auf Englisch), dass kurze Video-Inhalte den höchsten Return on Investment (ROI) im Vergleich zu anderen beliebten Content-Arten haben. Wenn du normalerweise keine Videos produzierst, ist das deine große Chance: Es ist Zeit, mit dem Experimentieren zu beginnen.
9. Content-Mix etablieren
Entscheide, welche Arten von Content du veröffentlichen willst. Du könntest dich beispielsweise entscheiden, Blogs, Social-Media-Posts und E-Mail-Newsletter zu veröffentlichen. Innerhalb jedes Kanals kannst du dann spezifischer werden. Dein Newsletter könnte zum Beispiel 40 % unterhaltsamen Content, 30 % informativen Content und 30 % werbenden Content enthalten.
10. Content-Kalender erstellen
Ein Content-Kalender, auch Redaktionskalender genannt, kann den Prozess der Content-Planung und -Erstellung effektiv organisieren. Entscheide, wie häufig du Content für jeden Kanal veröffentlichen willst und sortiere deine Ideen in einen Content-Kalender.
Achte darauf, zeitlose Inhalte zu kennzeichnen, also Inhalte, die nicht schnell veralten. Die kontinuierliche Nutzung dieser Inhalte kann den ROI deiner Content-Marketing-Maßnahmen deutlich steigern.
11. Content-Cluster für SEO aufbauen
Content-Cluster sind ein strategischer Ansatz, um Inhalte für zentrale Themen zu strukturieren. Sie helfen Suchmaschinen, die Architektur deiner Website und deine Expertise besser zu verstehen.
Dieser Ansatz umfasst die Erstellung von:
- Pillar Content: Umfassende Leitfäden, die ein Hauptthema breit abdecken
- Cluster Content: Fokussiertere Artikel, die spezifische Aspekte des Hauptthemas erkunden
- Interne Verlinkungen: Ein Netzwerk von Links verbindet die Cluster-Inhalte sowohl mit dem Pillar-Content als auch untereinander
Wenn du beispielsweise Camping-Ausrüstung verkaufst, könntest du eine Pillar-Seite für die wichtigste Camping-Ausrüstung erstellen. Von dort aus verlinkst du zu Cluster-Inhalten über Zelte, Schlafsäcke, Kochausrüstung und die Auswahl von Campingplätzen. Jeder Cluster-Inhalt verlinkt anschließend zurück zur Pillar-Seite und zu thematisch verwandten Cluster-Inhalten.
Vorteile des Content-Clusterings sind:
- Etablierung thematischer Autorität bei Suchmaschinen
- Verbesserung der internen Verlinkungsstruktur
- Schaffung logischer Content-Pfade für Nutzer:innen
- Identifizierung von Content-Lücken in deiner Strategie
- Organisation deiner Content-Erstellungs-Roadmap
Bei der Umsetzung dieses Ansatzes solltest du zunächst eine Keyword-Recherche durchführen, um deine Hauptthemen zu identifizieren. Anschließend überprüfst du bestehenden Content, um zu eruieren, welche Inhalte wiederverwendet werden können. Zum Schluss entwickelst du eine Verlinkungsstrategie, die klare Beziehungen zwischen den einzelnen Content-Stücken herstellt.
12. Mehrere Kanäle nutzen
Erfolgreiche Content-Marketing-Strategien nutzen mehrere Kanäle. Wenn du alle deine Bemühungen in Blog-Posts steckst und Social Media oder z. B. das E-Mail-Format vernachlässigst, verpasst du Zielgruppensegmente, die diese Kanäle bevorzugen.
Content für mehrere Kanäle wiederzuverwenden, kann auch Zeit einsparen. Es könnte dich beispielsweise sechs Stunden kosten, einen Blog-Post zu schreiben, aber nur 15 Minuten, den Titel und die Einleitung deines Blog-Posts für Social-Media-Posts anzupassen.
13. Technische SEO-Strategie implementieren
Vernachlässige nicht die technischen Aspekte deiner SEO-Strategie. Technische SEO verbessert die Backend-Struktur deiner Website. Mit technischer SEO kannst du auch defekte Bilder oder Links finden und reparieren, die Ladegeschwindigkeit deiner Website verbessern und die Performance durch strategische interne Verlinkungen steigern.
14. Ergebnisse verfolgen
Nutze ein Social-Media-Analytics-Tool und ein Web-Analytics-Tool (wie Google Analytics), um Content-Marketing-Metriken zu verfolgen, einschließlich Website-Traffic und Conversions. Dieser Prozess hilft dir dabei, die Effektivität deiner Content-Marketing-Bemühungen zu messen und top-performenden Content zu identifizieren sowie erfolgreiche Strategien wiederholt umzusetzen.
Um die tatsächliche Wirkung deines Contents zu erfassen, solltest du über einfache Seitenaufrufe und Social-Media-Metriken hinausblicken. Ziehe dabei die Implementierung folgender Maßnahmen in Betracht:
- Zuschreibungsmodelle, die nachverfolgen, wie Content zur Conversion beiträgt
- Content-spezifische KPIs, die auf verschiedene Geschäftsziele abgestimmt sind
- Auf Datenschutz ausgerichtete Analyse, die den aktuellen Vorschriften entspricht
- Engagement-Metriken, die aktive Interaktion messen und nicht nur passiven Konsum
- Analyse der Pfade für die Conversion, um zu verstehen, wie Content-Stücke zusammenwirken und somit zur Erreichung deiner Ziele beitragen
Wenn du vor dem Start deiner Content-Kampagne ein korrektes Tracking einrichtest, kannst du Daten sammeln, die zukünftige Content-Entscheidungen unterstützen und den ROI gegenüber Stakeholder:innen belegen.
15. Content-Marketing-ROI messen
Den Return on Investment (ROI) für Content-Marketing-Bemühungen zu demonstrieren, ist unverzichtbar, um kontinuierlich Ressourcen zu sichern und deine Strategie zu verfeinern. Effektive ROI-Messungen stellen eine Verbindung zwischen Content-Aktivitäten und Geschäftsergebnissen her.
Schlüsselansätze zur Messung des Content-Marketing-ROI sind:
- Setzen klarer, messbarer Ziele für jede Art von Content und/oder Kampagne
- Scannen von Frühindikatoren (Engagement, Traffic) als auch Spätindikatoren (Conversions, Umsatz)
- Berechnung der Kosten der Content-Produktion, einschließlich Zeit, Tools und Verbreitung
- Verwendung ordnungsgemäßer UTM-Parameter zum Scannen der Content-Performance über verschiedene Kanäle hinweg
- Einführung eines durchgängigen Reportings, um Marketing-Aktivitäten mit Verkaufsergebnissen zu verknüpfen
Für E-Commerce-Unternehmen sind folgende spezifische Metriken besonders relevant:
- Conversion Rate je nach Content-Format und -Publikation
- Durchschnittlicher Bestellwert bei Käufen, die durch Content beeinflusst wurden
- Akquisitionskosten für Kund:innen, die durch Content gewonnen wurden
- Customer Lifetime Value von Kund:innen, die durch Content gewonnen wurden
Wie du KI in deiner Content-Marketing-Strategie einsetzt
Umsatz, der durch Content unterstützt wird (auch wenn er nicht direkt konvertiert), lässt sich durch den strategischen Einsatz generativer KI steigern. KI hat das Content-Marketing transformiert und bietet Tools, die Kreativität, Effizienz und Personalisierung verbessern können. Richtig eingesetzt, kann KI menschliche Expertise ergänzen, statt sie zu ersetzen.
KI-Schlüsselanwendungen im Content-Marketing sind:
Content-Recherche und Ideenfindung:
- Analyse von Suchtrends und der Intention der Nutzer:innen im großen Maßstab
- Identifizierung von Content-Lücken und Möglichkeiten
- Generierung von Content-Briefings und Gliederungen
- Vorschlag verwandter Themen
Content-Erstellung und -Optimierung:
- Entwurf erster Content-Versionen für menschliche Redakteur:innen zur Verfeinerung
- Verbesserung von Lesbarkeit und Klarheit
- SEO-Verbesserung durch Keyword-Vorschläge
- Erstellung von Variationen für A/B-Tests
Content-Personalisierung:
- Anpassung von Content-Empfehlungen basierend auf Nutzerverhalten
- Dynamische Anpassung von Content für verschiedene Zielgruppensegmente
- Vorhersage von Content-Präferenzen für einzelne Nutzer:innen
- Personalisierung von E-Mail-Marketing-Content
Content-Verbreitung und -Performance:
- Bestimmung optimaler Zeiten für die Veröffentlichung
- Empfehlung von Publikationskanälen
- Vorhersage der Content-Performance
- Analyse von Performance-Daten als Information für die strategische Ausrichtung
Best Practices für KI-Implementierung
Mit der Weiterentwicklung von KI-Tools werden die erfolgreichsten Content-Verantwortlichen diejenigen sein, die diese Technologien gezielt einsetzen und gleichzeitig die menschliche Note bewahren, die bei ihren Zielgruppen Resonanz erzeugt.
Behalte diese Best Practices im Kopf, wenn du KI für deine Content-Strategie einsetzt:
- Starte mit spezifischen Anwendungsfällen, wo KI echte Probleme lösen kann
- Behalte menschliche Kontrolle und redaktionelle Standards bei
- Nutze KI zur Ergänzung der Kreativität und nicht zu ihrem Ersatz
- Führe A/B-Tests durch, um KI-gestützten Content mit rein menschlich erstelltem Content zu vergleichen
3 Content-Marketing-Fehler, die du vermeiden solltest
Entwickle Prozesse, die KI-Effizienz mit menschlicher Expertise kombinieren.
1. Sei kein:e Nachahmer:in
Auf Konkurrent:innen zu schauen, kann dabei helfen, Content-Ideen zu entwickeln, aber gerate nicht in die Falle zu denken, dass dein Content wie die größten Unternehmen deiner Branche klingen muss. Eine gute Content-Marketing-Strategie unterscheidet dich von deinen Mitbewerber:innen. Betone die Einzigartigkeit deiner Marke.
2. Blicke über den Tellerrand hinaus
Geschäftsinhaber:innen verbringen viel Zeit damit, über ihre Produkte und Dienstleistungen nachzudenken. Wertvoller Content stellt jedoch ganz klar deine Zielgruppe an erster Stelle.
Betrachte den Unterschied dieser beiden Aussagen:
- 20 Ingenieur:innen arbeiteten über ein Jahrzehnt hinweg unermüdlich daran, einen Melonenkugelformer aus Hochleistungsstahl zu entwickeln, basierend auf einer detaillierten Analyse der Anatomie und Mechanik der menschlichen Hand.
- Professionelle Köch:innen benötigen sowohl Effizienz als auch Präzision. Unser erstklassiger Melonenkugelformer fertigt wunderschöne Melonenkugeln 30 % schneller als herkömmliche Modelle.
Die erste Aussage richtet den Blick nach innen, während die zweite die Kund:innen in den Mittelpunkt stellt. Die umfangreichen Forschungsaktivitäten deines Unternehmens sind ein starkes Verkaufsargument, sollten jedoch nicht vor einem klaren Appell der Kundenbedürfnisse stehen und dem Versprechen, dass du diese lösen kannst.
3. Schreibe nicht (nur) für Suchmaschinen
SEO ist ein mächtiges Werkzeug, aber Texte, die Suchmaschinen über die Leseerfahrung stellen, können so wirken, als hätte jemand eine Tüte voller Keywords auf den Boden fallen lassen. Suchmaschinen werden stets besser darin, wertvollen Content zu priorisieren. Es könnte also nicht ausreichen, einen Blog-Post einfach mit Ziel-Keywords zu füllen, um gut zu ranken. Suche stattdessen nach Autor:innen – entweder Menschen in deinem Unternehmen oder freiberufliche Texter:innen – die Erfahrung und Expertise besitzen und ermutige sie, für Menschen statt für Algorithmen zu schreiben.
Tipps für Content-Marketing – Häufig gestellte Fragen
Wie identifizierst du deine Zielgruppe für Content-Marketing?
Es gibt verschiedene Wege, die Zielgruppe für deine Content-Marketing-Bemühungen zu identifizieren:
- Analysiere deinen aktuellen Kundenstamm
- Analysiere konkurrierende Zielgruppen
- Überprüfe den Traffic zu deiner Website
- Führe Marktforschung durch
Wie misst du den Erfolg deiner Content-Marketing-Bemühungen?
Du kannst direkte und indirekte Methoden nutzen, um den Erfolg deiner Content-Marketing-Bemühungen zu messen:
Indirekte Messung: Bewerte deine Geschäfts-KPIs. Wenn du einen 20 %igen Anstieg der Verkäufe nach der Implementierung deiner Content-Marketing-Strategie feststellst, kannst du zumindest einen Teil dieses Erfolgs deinen Content-Marketing-Bemühungen zuschreiben. Achte darauf, auch Änderungen in deinem Geschäftsmodell oder externe Faktoren zu berücksichtigen, z. B. wenn eine globale Pandemie die Nachfrage nach Jogginghosen erhöht.
Direkte Messung: Direkte Methoden nutzen Analytics-Tools wie Google Analytics, um Klicks, Engagement und organischen Traffic auf deiner Website zu scannen. Einige Tools können sogar individuelle Verkäufe spezifischen Content-Publikationen zuordnen.
Wie oft solltest du neuen Content erstellen und veröffentlichen?
Dein Content-Marketing-Budget, deine Verbreitungskanäle und die Präferenzen deiner Zielgruppe bestimmen, wie häufig du Content veröffentlichen solltest. Qualität ist wichtig. Wenn dein Budget begrenzt ist, veröffentliche hochwertigen Content seltener, statt häufiger, schnell erstellte Beiträge zu produzieren.





