In diesem Beitrag erfährst du, was Native Advertising im Online-Marketing bedeutet, wie sich diese Werbeform von klassischer Online-Werbung unterscheidet und welche Formate es gibt. Außerdem zeigen wir dir, warum Native Advertising besonders für E-Commerce-Unternehmen relevant ist, welche Vorteile und Herausforderungen bestehen und wie sich der Erfolg sinnvoll messen lässt.
Was ist Native Advertising?
Native Advertising ist eine Werbeform im Online-Marketing, bei der sich Online-Werbung in Stil, Gestaltung und Platzierung an das jeweilige Umfeld anpasst. Native Ads erscheinen etwa auf Webseiten, in Social-Media-Feeds oder digitalen Magazinen und setzen auf Inhalte mit Mehrwert statt klassischer Werbeanzeigen.
Wie unterscheidet sich Native Advertising von klassischer Online-Werbung?
Im Gegensatz zu Display-Anzeigen oder auffälligen Bannerformaten unterbrechen Native Ads die Nutzer:innen nicht. Klassische Werbeformate setzen häufig auf schnelle Klicks, während Native Advertising stärker auf Inhalte, Vertrauen und langfristige Wirkung abzielt.
Unterschiede im Überblick:
- Display-Anzeigen sind klar abgegrenzt, Native Ads fügen sich ein
- Klassische Ads sind oft verkaufsorientiert, native Inhalte sind stärker informationsgetrieben
- Native Advertising setzt auf Storytelling statt auf reine Produktbotschaften
- Die Klick- und Interaktionsraten sind häufig höher als bei Display A
Gerade auf mobilen Geräten und im Web funktionieren native Formate häufig besser als traditionelle Werbeanzeigen, insbesondere wenn es um erklärungsbedürftige Produkte oder neue Marken geht, für die Native Advertising gegenüber rein performanceorientierten Formaten klare Vorteile bietet.
Welche Formen von Native Advertising gibt es?
Native Advertising kann auf unterschiedlichen Kanälen und in verschiedenen Native Advertising Formaten umgesetzt werden. Zu den gängigsten gehören:
- Advertorials: Bezahlte Artikel auf News- oder Fachportalen, die redaktionellen Beiträgen ähneln
- Sponsored Posts: Gesponserte Inhalte in sozialen Netzwerken oder Blogs
- In-Feed-Ads: Anzeigen, die direkt im Newsfeed von Plattformen erscheinen
- Empfehlungswidgets: Content-Empfehlungen unter Artikeln, die auf gesponserte Inhalte verlinken
- Suchmaschinen-Native-Ads: Anzeigen, die sich optisch an organische Suchergebnisse anlehnen
Welche Form sinnvoll ist, hängt stark von Zielgruppe, Budget und Marketingziel ab.
Warum ist Native Advertising für E-Commerce-Unternehmen relevant?
Im E-Commerce konkurrieren viele Anbieter:innen um Aufmerksamkeit. Native Advertising hilft, Werbebotschaften in einen sinnvollen Kontext einzubetten und Nutzer:innen früh in ihrer Entscheidungsphase abzuholen.
Typische Einsatzbereiche im E-Commerce:
- Markenaufbau bei neuen oder unbekannten Shops
- Erklärung komplexer oder erklärungsbedürftiger Produkte
- Positionierung als Expert:in in einer Nische
- Unterstützung der Customer Journey in frühen Phasen
Statt direkt ein Produkt zu bewerben, kannst du mit Native Advertising zunächst Wissen vermitteln und Vertrauen aufbauen.
Vorteile von Native Advertising
Richtig eingesetzt bringt Native Advertising mehrere Vorteile mit sich, besonders im Vergleich zu klassischen Anzeigenformaten.
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- Höhere Aufmerksamkeit durch geringere Werbeblindheit
- Bessere Akzeptanz bei Nutzer:innen
- Möglichkeit, Inhalte ausführlicher zu erklären
- Unterstützung von Branding- und Awareness-Zielen
- Längere Verweildauer auf den Inhalten
Für Onlineshops bedeutet das: Du erreichst potenzielle Kund:innen oft früher im Entscheidungsprozess und nicht erst beim konkreten Kaufinteresse.
Nachteile und Herausforderungen
Native Advertising ist kein Selbstläufer. Das Format bringt auch Herausforderungen mit sich, die du berücksichtigen solltest.
Typische Nachteile sind:
- Höherer Aufwand bei der Content-Erstellung
- Schwierige Erfolgsmessung im Vergleich zu Performance-Ads
- Gefahr von Vertrauensverlust bei unklarer Kennzeichnung
- Abhängigkeit von der Qualität der Plattform oder des Publishers
Gerade die klare Kennzeichnung als Werbung ist entscheidend, um rechtliche Vorgaben einzuhalten und Glaubwürdigkeit zu bewahren.
Native Advertising und Transparenz
Ein zentraler Aspekt von Native Advertising ist Transparenz. Auch wenn sich Anzeigen an redaktionelle Inhalte anpassen, müssen sie eindeutig als Werbung erkennbar sein. Übliche Kennzeichnungen sind zum Beispiel „Anzeige“, „Sponsored Post“ oder „Werbung“.
Für dich als E-Commerce-Unternehmen gilt:
- Kennzeichne Inhalte klar und gut sichtbar
- Setze auf Mehrwert statt auf versteckte Verkaufsbotschaften
- Achte auf die redaktionellen Standards der Plattform
Langfristig zahlt sich Offenheit aus, da sie Vertrauen stärkt und negative Reaktionen vermeidet.
Wie misst du den Erfolg von Native Advertising?
Die Bewertung von Native-Advertising-Kampagnen unterscheidet sich je nach Zielsetzung. Während bei Performance-Kampagnen oft Conversions im Fokus stehen, geht es bei Native Advertising häufiger um indirekte Effekte.
Mögliche Kennzahlen sind:
- Reichweite und Impressionen
- Klickrate und Verweildauer
- Engagement wie Shares oder Kommentare
- Brand-Lift oder Wiedererkennung
- Unterstützende Conversions entlang der Customer Journey
Wichtig ist, Native Advertising nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil einer ganzheitlichen Marketingstrategie.
Native Advertising im Marketing-Mix sinnvoll einsetzen
Für E-Commerce-Unternehmen eignet sich Native Advertising vor allem als Ergänzung zu bestehenden Kanälen wie Suchmaschinenmarketing, Social Ads oder E-Mail-Marketing. Besonders effektiv ist es, wenn Inhalte auf die jeweilige Phase der Customer Journey abgestimmt sind.
Beispiele für sinnvolle Kombinationen:
- Native Content zur Informationsphase, Retargeting im späteren Kaufprozess
- Advertorials zur Markenpositionierung, ergänzt durch Performance-Ads
- Content-getriebene Kampagnen zur Produkteinführung
So kannst du Reichweite und Performance miteinander verbinden, ohne dich ausschließlich auf kurzfristige Verkäufe zu verlassen.
Fazit: Wann lohnt sich Native Advertising?
Native Advertising eignet sich besonders dann, wenn du nicht nur verkaufen, sondern auch erklären, informieren und Vertrauen aufbauen möchtest. Für E-Commerce-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten oder langfristigem Markenfokus kann das Format eine sinnvolle Ergänzung im Marketing-Mix sein.
Entscheidend ist, dass Inhalte relevant, transparent und hochwertig sind. Dann kann Native Advertising helfen, Aufmerksamkeit zu gewinnen, ohne als störende Werbung wahrgenommen zu werden.





