Nach dem Checkout schafft die Bestellbestätigung sofort Klarheit: Deine Kund:innen sehen, dass die Bestellung im Onlineshop angekommen ist, welche Produkte enthalten sind und wie es weitergeht. So sinken Rückfragen und der Ablauf rund um den Kaufvertrag bleibt nachvollziehbar.
In diesem Blogpost erfährst du, welche Pflichtangaben in eine Bestellbestätigung gehören, wie sie sich von der Auftragsbestätigung unterscheidet, worauf du beim Kaufvertrag und bei Formulierungen achten solltest und welche Best Practices eine Bestellbestätigung im Onlineshop wirklich hilfreich machen.
Was ist eine Bestellbestätigung?
Eine Bestellbestätigung ist eine Nachricht (meist per E-Mail), die den Eingang einer Bestellung dokumentiert. Sie gibt Kund:innen Sicherheit, dass die Bestellung im Shop-System angekommen ist, und fasst die wichtigsten Bestelldaten übersichtlich zusammen. Rechtlich ist sie im Onlinehandel in vielen Fällen verpflichtend.
Warum die Bestellbestätigung im Onlineshop so wichtig ist
Eine gute Bestellbestätigung erfüllt drei Aufgaben gleichzeitig:
- Sicherheit: Kund:innen sehen sofort, dass ihre Bestellung im Onlineshop eingegangen ist.
- Transparenz: Produkte, Preise, Versand und Steuern sind nachvollziehbar aufgelistet.
- Prozessklarheit: Du reduzierst Rückfragen, weil die nächsten Schritte zur Bestellung verständlich sind.
Wenn diese Informationen fehlen, steigt die Wahrscheinlichkeit für doppelte Bestellungen, Adresskorrekturen in letzter Minute oder Support-Tickets. In Onlineshops mit vielen täglichen Bestellungen ist das ein echter Zeitfaktor.
Bestellbestätigung und Auftragsbestätigung: Unterschied und Kaufvertrag
Im Sprachgebrauch werden die Bestell- und Auftragsbestätigung oft vermischt. Für deinen Onlineshop ist die Abgrenzung aber wichtig, weil sie beeinflusst, wann ein Kaufvertrag zustande kommt.
- Bestellbestätigung: bestätigt in erster Linie den Eingang der Bestellung (Eingangsbestätigung) im System.
- Auftragsbestätigung: wird häufig als Annahme verstanden und kann damit der Moment sein, in dem der Kaufvertrag verbindlich wird.
Ob dein Kaufvertrag schon mit der Bestellung entsteht oder erst später (zum Beispiel mit einer separaten Annahme oder mit Versand), hängt davon ab, wie du deinen Bestellprozess in deinem Onlineshop formulierst und welche Regeln du in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Checkout-Texten nutzt. Wichtig ist die Konsistenz: Wenn deine Bestellbestätigung per E-Mail wie eine Annahme klingt, kann das schneller als gedacht als Kaufvertrag ausgelegt werden.
Praxisorientiert heißt das: Du nutzt eine klare Bestätigung des Eingangs und beschreibst transparent, wann der Kaufvertrag zustande kommt. So entsteht weniger Interpretationsspielraum in Onlineshops, besonders bei Vorbestellungen, limitierten Produktmengen oder Zahlungsarten mit Verzögerung.
Rechtliches in der Praxis
Für viele Onlineshops ist der kritische Punkt nicht die Länge der Bestellbestätigung, sondern die Wirkung deiner Formulierungen. Denn im Onlinehandel gehört die unverzügliche elektronische Bestätigung des Bestelleingangs zu den zentralen Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr. Gleichzeitig solltest du vermeiden, dass deine Bestellbestätigung unbeabsichtigt Aussagen enthält, die als verbindliche Annahme gelten oder Erwartungen wecken, die du später nicht erfüllen kannst.
Wichtig ist dabei weniger, dass jedes Detail in einer starren „Pflicht-Form“ steht. Entscheidend ist, dass Kund:innen den Eingang der Bestellung nachvollziehen können und du keine missverständlichen Zusagen machst, die als Vertragsannahme gewertet werden.
Typische Risiken, die in Onlineshops immer wieder zu Problemen führen:
- Unklare Lieferzusagen, obwohl die Bestellung noch geprüft werden muss
- Formulierungen, die eine sofortige Annahme suggerieren, obwohl der Kaufvertrag erst später entstehen soll
- Widersprüche zwischen Checkout, AGB und Bestellbestätigung per E-Mail
Ein hilfreicher Ansatz ist, in der Bestellbestätigung konsequent eindeutig zu bleiben: Du bestätigst den Eingang der Bestellung und erklärst kurz, wie es weitergeht (zum Beispiel „Versandbestätigung folgt“). So ist die Bestätigung für Kund:innen maximal nützlich, ohne dass du dir unbeabsichtigt rechtliche Nebenwirkungen für deinen Kaufvertrag in den Prozess holst.
Checkliste: Pflichtinhalte und Bestelllogik
1. Schnell erfassbare Kopfdaten (ganz oben)
- Betreffzeile, die man wiederfindet (idealerweise mit Bestellnummer), z. B.
- Bestellbestätigung: Bestellung #12345 ist eingegangen
- Bestätigung zu deiner Bestellung #12345
- Bestellnummer und Bestelldatum
- Gesamtbetrag
- Zahlungsart und Zahlungsstatus (bezahlt, ausstehend)
2. Adressen und Kontakt
- Absenderdaten deines Shops: Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeit (E-Mail/Telefon), idealerweise auch Impressumsdaten
- Kund:innendaten: Rechnungsadresse, Lieferadresse (falls abweichend)
- Hinweis auf Support-Kontakt für Korrekturen (z. B. falsche Adresse)
3. Inhalte der Bestellung: Artikelübersicht, Produktname, Variante (z. B. Größe/Farbe), Menge
- Preisübersicht: Einzelpreise, Zwischensumme, Rabatte, Versandkosten, Steuern, Gesamtbetrag
4. Versand- und Lieferinfos (klar trennen)
- Versandart
- voraussichtlicher Versandzeitraum oder ein Hinweis, wann du Lieferung/Sendungsverfolgung nachreichst
Tipp: Tracking lieber in einer separaten Versandbestätigung senden und in der Bestellbestätigung nur sauber ankündigen, dass diese folgt. So bleibt alles übersichtlich und die Bestellung trotzdem nachvollziehbar.
Best Practices: So bleibt die Bestellbestätigung wirklich hilfreich
- Wichtigste Informationen nach oben: In Onlineshops prüfen Kund:innen zuerst Bestellnummer, Gesamtbetrag, Lieferadresse und Produkte in Kurzform. Je schneller diese Infos sichtbar sind, desto weniger Rückfragen zur Bestellung.
- Mobil gut lesbar: kurze Absätze, klare Blöcke, keine Textwüste. Viele öffnen die Bestellbestätigung am Smartphone.
- Sonderfälle mitdenken: Je nach Onlineshop solltest du Hinweise ergänzen, damit es keine Missverständnisse gibt:
- Vorbestellung/Preorder: Wann wird die Bestellung voraussichtlich versendet?
- Teillieferungen: Wird getrennt geliefert und wann?
- Ausverkauf: Was passiert, wenn Produkte doch nicht verfügbar sind?
- Digitale Produkte: Zugriff über Download-Link oder Kundenkonto, sofort oder später?
- Dienstleistungen: Wie laufen Terminwahl oder Projektstart nach der Bestellung ab?
Was du zusätzlich sinnvoll aufnehmen kannst (wenn es zu deinem Onlineshop passt)
- Stornierungs- oder Änderungsfenster: Bis wann kann die Bestellung angepasst werden und über welchen Kanal?
- Digitale Produkte: klare Hinweise zum Zugriff (und ggf. zur Freischaltung)
- Teillieferungen/Preorder: klare Erwartung, ob getrennt versendet wird und wie die Kommunikation erfolgt
- Dienstleistungen: nächste Schritte (Termin, Briefing, Unterlagen), damit nach der Bestellung keine Lücke entsteht
So kombinierst du Pflichtangaben mit einer Struktur, die im E-Commerce wirklich funktioniert: Kund:innen können die Bestellung schnell prüfen, du vermeidest unnötige Supportfälle, und die Bestellbestätigung bleibt ein sauberer Prozessbaustein für deinen Onlineshop.
Bestellbestätigungsvorlage: Beispieltext für eine E-Mail
Betreff: Bestellbestätigung – Bestellung #12345 ist eingegangen
Hallo [Vorname],
danke, deine Bestellung ist bei uns eingegangen. Hier sind die Details zur Kontrolle:
Bestellnummer: #12345
Bestelldatum: 09.02.2026
Zahlungsart: [z. B. Kreditkarte]
Zahlungsstatus: [bezahlt/ausstehend]
Lieferadresse:
[Name]
[Straße, Hausnummer]
[PLZ Ort]
[Land]
Artikel:
- [Produktname], [Variante], Menge: [x], Preis: [x]
- [Produktname], [Variante], Menge: [x], Preis: [x]
Kostenübersicht:
- Zwischensumme: [x]
- Rabatt: [x]
- Versand: [x]
- Steuern: [x]
- Gesamt: [x]
Nächste Schritte:
Sobald deine Bestellung versendet wurde, erhältst du eine separate Versandbestätigung mit allen Lieferdetails.
Bei Fragen oder wenn du einen Fehler bemerkst, erreichst du uns unter:
[E-Mail-Adresse/Kontaktseite]
Viele Grüße
[Shopname]
Hinweis für deine Textlogik im Onlineshop: Wenn der Kaufvertrag nicht bereits mit dieser Nachricht zustande kommen soll, vermeide Formulierungen, die wie eine finale Annahme wirken. Dann bleibt der Moment des Kaufvertragsschlusses so, wie du ihn im Checkout und in den allgemeinen Geschäftsbedingungen definiert hast.
Fazit
Eine Bestellbestätigung ist mehr als eine Routine-Mail: Sie ist die zentrale Bestätigung für jede Bestellung im Onlineshop, reduziert Unsicherheit und spart Supportzeit. Wenn du Pflichtangaben sauber abbildest, Produkte und Kosten transparent darstellst und Formulierungen zum Kaufvertrag konsistent hältst, wird die Bestellbestätigung in Onlineshops zu einem stabilen Prozessbaustein. Das gilt für physische und digitale Produkte genauso wie für Dienstleistungen, bei denen die nächsten Schritte nach der Bestellung besonders klar sein müssen.





